Lebensretter pauken

Veröffentlicht am 12.09.2017
(Quelle: ILS Nordoberpfalz)
(Quelle: ILS Nordoberpfalz)

Hohen Besuch bekam jetzt der High-Tech-Roboter des BRK Kreisverbandes Weiden und Neustadt/WN. in seiner „Wohnung“, dem Simulations-Rettungswagen, kurz SIM-RTW. Auf Einladung der Ärztlichen Leiterin Rettungsdienst Dr. Gudrun Graf trafen sich 23 Notärzte und Rettungsdienstfachkräfte aus Weiden und den Landkreisen Tirschenreuth und Neustadt an der Waldnaab, zur ersten von drei Veranstaltungen, im Klinikum Weiden, um über Neues im Rettungsdienst zu diskutieren und gemeinsam zu trainieren. 

LUCAS fährt mit
Alle Fahrzeuge der bayerischen Rettungsdienste wurden in diesem Sommer mit der hochmodernen mechanischen Reanimationshilfe „LUCAS 3“ ausgestattet. Der Freistaat ist damit Vorreiter bei Ausrüstung von Rettungsfahrzeugen. Das Spezialgerät kann die manuelle Herzdruckmassage zwar nicht in allen Fällen ersetzen, aber es bringt entscheidende Vorteile, wenn eine qualitativ hochwertige Reanimation durch eine manuelle Herzdruckmassage nicht leistbar ist, etwa weil diese über einen sehr langen Zeitraum oder unter erschwerten Rettungsbedingungen erfolgen müsste. „LUCAS 3“ kann z.B. auch bei einer Reanimation an Bord eines Rettungshubschraubers zum Einsatz kommen oder die laufende Wiederbelebung eines Patienten auf einer Drehleiter der Feuerwehr ermöglichen.
Zukunftsmusik ist dagegen ein Videolaryngoskop, das helfen soll, dringliche Intubationen bei kritisch kranken Patienten und schwierigen Lagen, mit weniger Komplikationen als herkömmlich durchzuführen.

Es wird gebohrt
Im Notfall ist eine rasche Medikamentengabe erforderlich. Bei schwierigen Venenverhältnissen kann eine Infusion in Unterschenkel- oder Oberarmknochen eine Alternative bieten. Der intraossärer Zugang (i.o.) war lange Zeit eine Maßnahme, die in Deutschland nur bei pädiatrischen Notfällen zur Anwendung kam. Mehr als 400 wissenschaftliche Arbeiten haben sich in den letzten Jahrzehnten mit dem i.o.-Zugang beschäftigt. Notfallmediziner hierzulande setzen sich jetzt stärker für diesen alternativen Zugangsweg ein. Teilweise dürfen mittlerweile auch Notfallsanitäter den i.o.-Zugang nutzen. An Hähnchenschenkel und Schweineknochen wurde die korrekte Handhabung ausführlich geübt.

Intensives realistisches Notfalltraining in Kleingruppen war an diesem Abend im Simulationsrettungswagen möglich. Die Chefärzte Prof. Dr. Robert Schwinger, Dr. Jürgen Altmeppen und Dr. Andreas Dauber überzeugten sich von den unglaublich eindrucksvollen Übungsmöglichkeiten mit dem Notfall-Simulator. An einem lebensechten Phantom, vergleichbar mit einem Roboter, können hier internistische und chirurgische Notfallsituationen gefahrlos trainiert werden. Ein Videosystem ermöglicht es, die Simulation auszuwerten.

Mit den BRK Ausbildern Christian Putzer und Wolfgang Dietl stehen im SIM-RTW versierte Spezialisten den Übenden zur Seite. Je realistischer eine Rettungssituation geübt werden könne, desto größer sei der Lern- und Trainingserfolg bei den zukünftigen Rettungskräften, betont Dr. Graf. Der „Übungssanka“ kann im Übrigen über den BRK Kreisverband Weiden gebucht werden.

 

(Quelle: ILS Nordoberpfalz)

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